Merkblatt zur Euro-Umstellung

Problemlösung bei Vorliegen unplausibler Rundungsdifferenzen

Fall:

Nach der Euro-Umstellung wird auf dem Konto „Rundungsdifferenzen“ 64.99999 und auf einem Gegenkonto eine unplausible, zu hohe Rundungsdifferenz ausgebucht. Rundungsdifferenzen sind zumindest dann unplausibel, wenn diese höher als 5 EUR sind.

Ursache:

Vermutlich wurde eine oder mehrere Buchungen zwar auf den Konten im Soll und Haben gebucht, aber es wurde die Buchung nicht im Journal eingetragen. Normalerweise wird jede Buchung in drei Schritten vollzogen: Der Buchungsbetrag wird dem Sollkonto zugeschlagen und auf dem Haben-Konto abgezogen, danach wird im Journal die Buchung angefügt. Kontensalden und Journal sind damit synchron. Durch nicht nachvollziehbare Umstände wurde im vorliegenden Fall die Buchung nicht im Journal vollzogen, so dass z.B. auch beim Ausdruck eines Kontoauszugs diese fehlende Buchung als Saldovortrag erscheint.

Behebung des Problems:

Löschen Sie die Buchung mit der unplausiblen Rundungsdifferenz und versuchen Sie zu ermitteln, welche Buchung im Journal fehlt. Wenn Sie die fehlende Buchung ermitteln können, dann buchen Sie diese unter dem alten Buchungsdatum manuell ein. Danach sollten Sie eine Indexierung im Objekt durchführen (Datei / Indexieren) und die Option „Kontensalden aus dem Journal rekonstruieren“ ankreuzen. Kontrollieren Sie danach, ob die neuen Kontensalden beim Soll- und Habenkonto, die manuell hier bebucht wurden, in Ordnung sind. Da die Rundungsdifferenz insgesamt gelöscht wurde, müssen Sie möglicherweise die neue Rundungsdifferenz manuell ermitteln und manuell nochmals verbuchen.

Beispielsweise beim Bankkonto erkennen Sie die manuell neu zu verbuchende Rundungsdifferenz aus der Differenz beim Vergleich des Banksaldos in Ihrer Buchführung mit dem tatsächlichen Banksaldo.